Als Taucher legen wir großen Wert auf die Zeit vor und während des Tauchgangs. Wir nehmen uns die Zeit, um sicherzustellen, dass unsere Ausrüstung in einwandfreiem Zustand ist und unser Zertifizierungen und die Tauchprotokolle sind fertig.
Inhalt:
- einen Flug nehmen
- Entspannung im Whirlpool
- Übermäßiger Alkoholkonsum
- Intensives Training
- Tiefengewebsmassage
Doch was geschieht nach dem Tauchgang? Was nach dem Auftauchen passiert, ist genauso wichtig wie der Tauchgang selbst. Ihr Verhalten nach dem Tauchgang kann Ihre Gesundheit und Sicherheit beeinträchtigen.
Hier sind 5 Dinge, die Sie unmittelbar nach dem Tauchen vermeiden sollten:
einen Flug nehmen
Es gibt viele Aktivitäten in großer Höhe, die man nach einem Tauchgang vermeiden sollte, aber ein Flug ist vielleicht die wichtigste.
Beim Steigflug eines Flugzeugs nimmt die Höhe zu, wodurch der Luftdruck sinkt. Dies kann zu einer raschen Ausdehnung des während des Tauchgangs angesammelten Stickstoffs führen (ähnlich dem schnellen Aufstieg beim Tauchen) und somit die Dekompressionskrankheit (DCS) auslösen.
Das Abwarten des richtigen Zeitpunkts vor dem Flug reduziert den Stickstoffgehalt im Körper und minimiert das Risiko einer Dekompressionskrankheit. DAN rät:
- Nach einem einzelnen Nullzeittauchgang sollten Sie mindestens 12 Stunden warten, bevor Sie fliegen.
- Bei mehreren Tauchgängen pro Tag oder mehrtägigen Tauchgängen sollten Sie mindestens 18 Stunden warten, bevor Sie fliegen.
- Bei Tauchgängen, die Dekompressionsstopps erfordern, warten Sie mindestens 24 Stunden, bevor Sie fliegen.
Tauchcomputer verfügen über eine “Flugverbotswarnung” nach dem Tauchgang; es ist unerlässlich, die Anzeige Ihres Tauchcomputers zu befolgen und zu warten, bis diese Warnung erlischt.
Weitere Aktivitäten in großer Höhe, die innerhalb von 24 Stunden nach dem Tauchen vermieden werden sollten, sind:
- Fallschirmspringen
- Bergsteigen
- Gleitschirmfliegen
- Seilrutschen
- Snowboarden
- Heißluftballonfahrt
Entspannung im Whirlpool
Da die Löslichkeit von Gasen mit steigender Temperatur abnimmt, besteht beim Aufenthalt des Körpers in einer heißen Umgebung, wie beispielsweise in einem heißen Bad, einem Whirlpool, einer Sauna oder einer sehr heißen Dusche, das Risiko, dass gelöste Edelgase im Gewebe freigesetzt werden und möglicherweise eine symptomatische Blasenbildung im Gewebe verursachen.
Gemäß den Empfehlungen von DAN zur Reduzierung dieses Risikos:
- Warten Sie 30 Minuten, bevor Sie einen Whirlpool betreten, damit sich Ihr Körper langsam aufwärmen kann.
- Reduzieren Sie die Temperatur Ihres Whirlpools, damit Ihr Körper keinen so schnellen Hitzeanstieg erfährt.

Übermäßiger Alkoholkonsum
Dies ist ein etwas kontroverses Thema, da das Genießen eines erfrischenden Bieres bei Sonnenuntergang eine gängige Tradition unter Tauchern ist.
Es wird jedoch nicht empfohlen, unmittelbar nach dem Tauchen Alkohol zu trinken.
Warum? Alkohol kann die Stickstoffausscheidung im Körper beeinflussen. Dehydrierung ist eine Hauptursache der Dekompressionskrankheit, und Alkohol ist eines der wirksamsten Mittel, um den Körper auszutrocknen.
Ein weiterer wichtiger Grund, nach dem Tauchen übermäßigen Alkoholkonsum zu vermeiden, ist, dass starker Alkoholkonsum die wahren Symptome der Dekompressionskrankheit verschleiern kann. Dies bedeutet, dass die notwendige medizinische Versorgung möglicherweise zu spät in Anspruch genommen wird.
Um Probleme zu vermeiden, trinken Sie vor und nach dem Tauchen reichlich Wasser – am besten mit Elektrolyten –, um einer Dehydrierung vorzubeugen. Warten Sie außerdem möglichst einige Stunden, bevor Sie Alkohol trinken, um unerwünschte Zwischenfälle zu vermeiden.
Intensives Training
Laut DAN, Die Forscher sind sich einig, dass man nach dem Tauchen mindestens 4-6 Stunden warten sollte, bevor man Sport treibt.
Körperliche Anstrengung nach dem Tauchen, insbesondere wenn Muskeln und Gelenke stark beansprucht werden oder schnelle Gliedmaßenbewegungen auftreten, kann die Blasenbildung im Körper verstärken und somit das Risiko einer Dekompressionskrankheit erhöhen.
Beispiele für Übungen sind:
- Gewichtheben
- Baden
- Läuft
- Sportarten wie Fußball oder Volleyball ausüben
- Sogar ausgelassenes Tanzen!
Am besten ist es, beide Aktivitäten sorgfältig zu planen. Je länger der Abstand zwischen Tauchen und Sport ist, desto geringer ist natürlich das Risiko einer Dekompressionskrankheit.

Tiefengewebsmassage
Obwohl es nicht viele Beweise gibt, die diese Theorie stützen, glauben viele Taucher, dass eine Tiefengewebsmassage direkt nach dem Tauchen eine Dekompressionskrankheit auslösen kann. Es wird empfohlen, Tiefengewebsmassagen mindestens 12 Stunden nach dem Tauchen zu vermeiden..
Laut DAN konnte ein Zusammenhang zwischen “sanfter Massage” und Fällen von DCS nicht zuverlässig nachgewiesen werden.”
Bei tieferen Massagen gibt es jedoch zwei Hauptbedenken:
- Eine erhöhte Durchblutung könnte zur Blasenbildung führen.
- Muskelschmerzen, die zu einer Fehldiagnose (oder verzögerten Diagnose) der Dekompressionskrankheit (DCS) führen könnten.
Fazit: Sicherheitshalber empfiehlt sich nach dem Tauchgang eine sanftere Massage.
Tauchen bietet unglaubliche Erlebnisse, doch die Sicherheit endet nicht mit dem Auftauchen. Indem Sie diese Aktivitäten nach dem Tauchgang vermeiden, können Sie Ihr Wohlbefinden schützen und ein sichereres und angenehmeres Taucherlebnis gewährleisten.
Denken Sie daran: Sicherheit hat sowohl unter Wasser als auch an der Oberfläche oberste Priorität.


